Das ab 1915 auf einem Areal von 250 Hektar errichtete Kriegsgefangenenlager mit 197 Kasernengebäuden entsprach einer Kleinstadt, ausgelegt für bis zu100.000 Kriegsgefangene, dazu kamen Wach- und Verwaltungspersonal. Der Soldatenfriedhof hat heute den Charakter eines Gedenkparks, von dessen verziertem Eisentor ein gerader Weg zu einem Obelisken führt. Eine darauf befindliche Inschrift besagt, dass auf nicht namentlich beschrifteten Einzelgräbern 718 Italiener, 4.337 Rumänen, 333 Russen und 13 Serben sowie in Massengräbern weitere etwa 5.000 im Lager verstorbene Soldaten zur letzten Ruhe gebettet sind.
Nach der ungarischen Hymne begrüßte der Organisator dieses Gedenkens, Oberleutnant András Fülöp die anwesenden Ehrengäste. Nach Grußworten durch Vertreter der Öffentlichkeit und Gedichten des Nationaldichters Sándor Petöfi, vorgetragen durch Schüler der örtlichen Schule, sowie der Gedenkrede durch Generalleutnant Tibor Bozó gestaltete ein katholischer und ein reformierter Priester den geistlichen Part. Danach folgten die Kranzniederlegungen zahlreicher Verbände und Organisationen, darunter der Kranz des Schwarzen Kreuzes. Generalleutnant Bozó überreichte als Chef der Reservistenorganisation Ungarns im Anschluss Auszeichnungen an Reserve-Offiziere und -Unteroffiziere. Die Gemeinde lud im Anschluss zu einem gemeinsamen Imbiss ins örtliche Kulturzentrum.



