Landesstelle Steiermark: Gedenken an Oeversee-Gefallene

Erstellt von Oberst i. R. Wolfgang Wildberger |

Trotz einschneidender Auflagen der Stadt Graz ließ es sich die Landesstelle Steiermark nicht nehmen, am 5.Feber gemeinsam mit dem Traditionsverband des ehemaligen steirischen k.u.k. Infanterieregiments „Albert I. König von Belgien“ Nr.27 zum Gedenken an die im Rahmen des Deutsch-Dänischen Krieges am 6.Feber 1864 bei Oeversee in Schleswig-Holstein gefallenen Soldaten einzuladen.

An diesem Tag stürmte das steirische Hausregiment, im Volksmund nur „die Belgier” genannt, unter dem Kommando des Obersten Herzog Wilhelm von Württemberg im Verbund mit dem k.u.k. steirischen Feldjägerbataillon Nr.9 eine stark von dänischen Truppen verteidigte Stellung am Sankelmarkter See bei Oeversee in Schleswig.

Nach dem Einmarsch des Feldzeichentrupps mit der Fahne des IR 27 meldete pünktlich um 10 Uhr der Kommandant der Belgier-Traditionskompanie, Oberleutnant i.Tr. Andreas Schattleitner, an den Protektor des Traditionsverbandes „Furchtlos und Treu“, Oberst Peter-Paul Pergler, die ausgerückten Traditionsverbände k.u.k. Infanterieregiment Nr.27, k.u.k. Feldjägerbataillon Nr.9, Stadtverband Graz 1 des ÖKB sowie den Ritterorden „von Delo“ unter dem, dankenswerter Weise von der Stadt Graz renovierten, Denkmal des späteren Feldzeugmeisters Herzog Wilhelm von Württemberg am Alfons Gorbach-Platz.

Danach hielt Oberst Peter-Paul Pergler eine kurze Gedenkansprache, in der er nicht nur der Gefallenen beider Seiten, sondern auch der in diesem Jahr verstorbenen ÖSK-Kuratoren Dr. Herwig Brandstetter und Vzlt i. R. Peter Bärnthaler gedachte. Letzterer war ja auch Gründer und bis zu seinem Ableben Kommandant des Traditionsverbandes des k.u.k. Feldjägerbataillons 9.

Danach erfolgte die Kranzniederlegung durch Oberst Peter-Paul Pergler sowie durch den Landesstellenleiter des ÖSK Steiermark, Oberst i. R. Dieter Allesch, dessen Urgroßvater als Kompaniekommandant in diesem Krieg des damaligen Deutschen Bundes gegen das Königreich Dänemark im Einsatz stand. Allesch dankte danach allen für ihr Erscheinen trotz der einschneidenden Pandemie-Bestimmungen (Anmerkung: Die Vorgaben der Stadt, sprich Maskenpflicht, wurden auch durch zwei Polizeibeamte kontrolliert) und appellierte an die Teilnehmer, auch weiterhin diese traditionelle Gedenkveranstaltung durch ihre Anwesenheit zu unterstützen.

Nach der Schlussmeldung durch den Kommandanten der ausgerückten Traditionsverbände und dem Auszug des Feldzeichens trafen sich die Mitglieder des Belgier-Traditionsverbandes noch zur Jahreshauptversammlung im Gösser Bräu.

Bilder: ÖSK

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Ihre Vorfahren kämpften siegreich bei Oeversee: Vertreter der Traditionsverbände Feldjägerbataillon 9 und Infanterieregiment „König der Belgier“ Nr.27
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Landesleiter Oberst Dieter Allesch bei seiner Rede, links Oberst Peter-Paul Pergler
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Schlussmeldung durch Kommandant Oberleutnant i. Tr. Andreas Schattleitner unter dem Denkmal für Herzog Wilhelm von Württemberg