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Aktuelles

Internationales Gedenken in Pécs, Ungarn

Traditionellerweise wird die ÖSK-Landesstelle Steiermark zum alljährlichen Heldengedenken am 11. November nach Pécs/Fünfkirchen eingeladen. War sie es doch, die 2007 namhaften Beitrag der Renovierungskosten für den k.u.k Soldatenfriedhof am städtischen Friedhof übernommen hatte.

In Vertretung des verhinderten LGF Oberst Dieter Allesch folgte Kurator Oberst Wolfgang Wildberger der Einladung, begleitet vom Präsidenten des Landesverbandes Burgenland des ÖKB, Oberst DI Ernst Feldner.

Eine erste Kranzniederlegung erfolgte an der Seite der Synagoge von Pécs, wo alle Namen der im Ersten Weltkrieg für die Doppelmonarchie gefallenen jüdischen Soldaten der Stadt verzeichnet sind. Hierzu war eine Formation in historischen Uniformen angetreten, nicht nur in solchen der einstigen k.u.k. Armee, sondern auch in russisch-zaristischen und serbischen Uniformen. Aus Italien extra angereist waren vier Herren und eine Dame in den Uniformen der königlich-italienischen Armee. Eine schöne Symbolik der auch vom ÖSK propagierten Versöhnung über den Gräbern! Die Begrüßung erfolgte durch Gábor Madras von der israelitischen Gemeinde von Pécs.

Die Hauptgedenkveranstaltung fand dann am k.u.k. Friedhof statt. Vertreter aus Politik, Gesellschaft und Militär hatten sich hierzu versammelt. Nach einer Einführung folgte die Begrüßung durch Dr. Lászlo Öri, dem Vorsitzenden der Generalversammlung des Komitats Baranya und die Gedenkrede durch Brigadegeneral Lóránd Szücs vom Ministerkabinett des Verteidigungsministeriums. Den geistlichen Teil erfüllte ein Priester der Reformierten Kirche. Nach und nach wurden dann die verschiedenen Repräsentanten zur Kranzniederlegung beim zentralen Denkmal aufgerufen, so auch die beiden Österreicher. Im Anschluss wurden die Teilnehmer zu einem frugalen Mittagessen eingeladen.

Am Nachmittag erfolgte dann noch die Anfahrt nach Nagyharsány, wo sich ein großer Friedhof für gefallene Soldaten der ehemaligen k.u.k. bosnisch-herzegowinischen Infanterieregimenter No.2 (Ergänzungsbezirk Banja Luka) und No.3 (Ergänzungsbezirk Tuzla) befindet. Bei der Gedenkzeremonie ließ es sich Oberst Wildberger, der auch Präsident der Österreichisch-Bosnisch-Herzegowinischen Gesellschaft ist, nicht nehmen, dazu den grauen Feldfez zu tragen. Oberst Feldner spielte auf seiner Mundharmonika das Lied "Der gute Kamerad".

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Die Teilnehmer an der Gedenkfeier bei der Synagoge
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Die Synagoge von Pécs, davor das Denkmal für Lajos Kossuth
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Der k.u.k. Soldatenfriedhof in Pécs
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Die Teilnehmer vor dem zentralen Denkmal
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Der russische Militärattaché Alexey Zarudnev (li.) mit seinem beigeordneten Offizier und der Traditionstruppe aus Italien
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Das zentrale Denkmal nach der Kranzniederlegung
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Der Bosniakenfriedhof in Nagyharsány
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Vor dem Bosniakenfriedhof