Aktuelles aus dem Österreichischen Schwarzen Kreuz
 

Anerkennung der Arbeit des ÖSK von oberster Stelle
Vizekanzler Spindelegger dankt Helfern und Spendern

bild: BMAEAWIEN, 2. Dezember 2011: Inmitten Eurokriese und Budget- verhandlungen hat Vizekanzler Mag. Michael Spindelegger Zeit gefunden sich auch den ehrenamtlichen Helfern des Österreichischen Schwarzen Kreuzes zu widmen.

Bei der Vorstellung des ÖSK-Vorstandes im Außenministerium in der Wiener Herrengasse konnte Präsident LAbg Peter Rieser kurz die Aufgaben und Ziele des Schwarzen Kreuzes darstellen. Dabei dankte er dem Vizekanzler für die langjährige Unterstützung der Arbeiten des ÖSK im Ausland durch die österreichischen Botschaften und konsularischen Vertretungen. Angesprochen auf das Jahr 2014 – 100 Jahre Beginn des Ersten Weltkrieges – sicherte der Vizekanzler jedwede Unterstützung zu einer gemeinsamen Veranstaltung mit historischer Betrachtung der Kriegsgründe und deren Folgen zu. Ebenso wurde breite Zustimmung zu einem Projekt des ÖSK mit dem Verein zur Geschichtsforschung signalisiert, das Schüler und Jugendliche mit Vertretern der Kriegsgeneration zur Diskussion zusammenführt und Schicksale aus der Vergangenheit wieder ins Leben ruft.

Mit einem „Danke“ an die freiwilligen Helfer und Sammler des ÖSK sowie an die anzahlreichen Spender, die gemeinsam die Erinnerung an die Opfer und Bewahrung der Kriegsgräber möglich machen, verabschiedete der Vizekanzler den Vorstand des ÖSK.

Im Bild der Vorstand des ÖSK mit dem Vizekanzler - v. li.: GenSekr Alexander Barthou, Präsident LAbg Peter Rieser, Vizekanzler Mag. Michael Spindelegger, Vizepräs NR a.D. Walter Murauer, Vizepräs. Dr. Heinz Derfler

Alexander Barthou, GS


Adventzeit – Zeit zum Danke-Sagen
ÖSK ehrt österreichweit Helfer und Sammler – Dank an Verteidigungsattachés

bild: oskWIEN, 2. Dezember 2011: Advent – die stillste Zeit im Jahr. (Leider nicht immer, wie hinlänglich bekannt ist.) Gerade in diesen Tagen wird aber landauf-landab zu Vorweihnachtsfeiern geladen, um Mitarbeitern und Freunden für das abgelaufene Jahr Dank zu sagen. So auch österreichweit in den Landesgeschäftsstellen des Österreichischen Schwarzen Kreuzes, wo den verdienten Helfern und Sammlern die Anerkennung für ihre ehrenamtliche Tätigkeit zum Ausdruck gebracht wird.

Im Bild Auszeichnung des ÖSK an Attaches und Sammler - vorne von links: LGF Ing. Jaus, Renate Storka und VA Oberst Andrey Sivov

Pars pro toto sei hier die Feier der Landesgeschäftsstelle Wien, Niederösterreich, Burgenland erwähnt, die in einem gut-bürgerlichen Lokal in Wien-Stammersdorf ihren Jahresabschluss mit internationaler Beteiligung feierte. Ing. Otto Jaus hatte neben Mitarbeitern, freiwilligen Helfern und besonders erfolgreichen Sammlern auch die für In- und Auslandsaufgaben unverzichtbaren Vertreter des jeweiligen Landes eingeladen. So fanden sich von den Gesandtschaften die Vertreter der Bundesrepublik Deutschland, Frankreich und insbesondere der Russischen Föderation zu dieser vorweihnachtlichen Feier zusammen. Für ihre persönliche Unterstützung des ÖSK erhielten die russischen Verteidigungsattachés Auszeichnungen, die Ing. Jaus mit jeweils einerbild: oskLaudatio überreichte.

Oberst Andrey SIVOV dankte mit bewegten Worten und hob die wertvolle Zusammenarbeit, insbesondere bei der Identifizierung von russischen Kriegstoten und deren Beisetzung, sowie bei der Betreuung der russischen Soldatenfriedhöfe und Gräber in Österreich hervor.

Renate Storka erhielt für ihre langjährige mit besonderer Energie durchgeführte erfolgreiche Sammeltätigkeit am Wiener Friedhof Hernals das Ehrenkreuz des ÖSK. Auch der Landesgeschäftsführer blieb nicht unbelohnt: Der Präsident des Wiener Kameradschaftsbundes Josef Krafek überreichte ihm das Große Verdienstzeichen für die Zusammenarbeit mit dem ÖKB in der Stadt Wien.

 Im Bild links: Auszeichnung an LGF Ing. Otto Jaus durch den Wiener ÖKB-Präsidenten Josef Krafek

 Alexander Barthou, GS


Feierliches Totengedenken im Reichstagsgebäude in Berlin

Bild: VDKBERLIN, 13. November 2011: Auf Einladung des Präsidenten des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. (VDK) Reinhard Führer und in Anwesenheit des deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff  fand sich eine geladene Gästeschar, darunter auch eine Delegation des Österreichischen Schwarzen Kreuzes – Kriegsgräber- fürsorge (ÖSK) im Plenarsaal des Deutschen Bundestages zur zentralen Gedenkstunde anlässlich des Volkstrauertages 2011 zusammen. Die Regensburger Domspatzen und ein Kammermusikensemble des Musikkorps der Bundeswehr umrahmten mit festlichem Gesang und Musik die Veranstaltung, das Deutsche Fernsehen übertrug „live“. Die Moderation übernahm Opernsänger Gunther Emmerlich, der aus einem Buch „Zugabe“ ein sehr persönliches und berührendes Stück Zeitgeschichte vortrug.

In seiner Gedenkrede bezeichnete Außenminister a. D. und Mitglied des Bundestages Dr. Frank Steinmeier den Volkstrauertag als einen der stillen Gedenktage im November, als einen Tag des Innehaltens, der Einkehr und des Mitfühlens. Zugleich soll dieser Tag aber auch an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft in Deutschland mahnen. Die Worte zum Totengedenken sprach Bundespräsident Christian Wulff, der damit auch zur stillen Gedenkminute überleitete.

Das Trompetensolo „Der gute Kamerad“, lupenrein gespielt von Stabsfeldwebel Uwe Berning vom Zentrum für Militärmusik der Bundeswehr, leitete zur abschließenden Nationalhymne über. Volksbund-Präsident Reinhard Führer bat im Anschluss daran die Gäste zu einem Empfang in die „Fraktionsebene“ des Bundestages.

Im Bild: Die ÖSK Delegation mit Bundespräsident Wulff im Berliner Reichstag; vo.li: ÖSK Kurator Dr. Hans Kaser, Barbara und Alexander Barthou, Maria Rieser, Bundespräsident Christian Wulff mit Gattin Bettina, ÖSK Präsident LAbg Peter Rieser

Alexander Barthou, GS

Internationales Totengedenken und Kranzniederlegung am Volkstrauertag in Berlin

BERLIN, 12. November 2011: Anlässlich des Volkstrauertages hatte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. (VDK) zu einer Inter- nationalen Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung die Regierungs- vertreter und offizielle Gäste in den ehemaligen Standortfriedhof in der Lilienthalstraße in Berlin-Neukölln geladen. Die deutsche Bundeswehr war mit dem Stabsmusikkorps und dem Wachbataillon – mit Fackelträgern, Fahnentrupp und einer Ehrenformation – zur festlichen Umrahmung der Feierstunde angetreten.

Nach der protokollarischen Begrüßung der Ehrengäste durch den VDK Präsidenten Reinhard Führer hielt der australische Botschafter Seine Exzellenz Peter Tesch die Gedenkansprache. Dabei erinnerte an den heute beinahe in Vergessenheit geratenen Kriegsschauplatz im Ersten Weltkrieg in den Dardanellen, wo gerade die australischen Divisionen einen hohen Blutzoll zu leisten hatten, und verwies damit auch auf letztendlich deren Beitrag zum heutigen gemeinsamen Europa der Nationen.

Bild: Uwe ZucchiEin besinnlicher Choral leitete dann zum Höhepunkt der Gedenkfeier – den Kranzniederlegungen über. Unter präsentiertem Gewehr der Ehrenkompanie und einem andauernden Trommelwirbel erfolgte jeweils einzeln das Niederlegen der Kränze durch die in Berlin akkreditierten Botschafter mit ihren Militärattaches, Vertretern des Abgeordnetenhauses, der Bundeswehr und Polizei, Veteranenorganisationen, sowie von einer Delegation des Österreichischen SchwarzenKreuzes (ÖSK) und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. gemeinsam mit dem Generalinspekteur der Bundeswehr General Volker Wieker.

Die Sopranistin Carolina Dawabe-Valle beeindruckte sodann mit dem „Ave Maria“ von Vladimir F. Vavilev bevor der Solotrompeter des Stabsmusikkorps zum Lied "Der gute Kamerad“ ansetzte. Mit der Nationalhymne endete der feierliche Festakt in den frühen Abendstunden.

Im Bild: Kranzniederlegung durch die ÖSK-Delegation Präs. Rieser und Generalsekretär Barthou

Alexander Barthou, GS


Soldatenschicksal nach 60 Jahren geklärt - unbekannter Soldat erhält seinen Namen wieder

bild: oskWOLGOGRAD/HOCHBURG-ACH 13. November 2011: Ein Soldatenschicksal aus dem Zweiten Weltkrieg konnte nach beinahe 60 Jahren geklärt werden. Herr Schelestow aus Wolgograd, dem ehem. Stalingrad, entdeckte bei Bauarbeiten in seinem Garten die sterblichen Überreste eines Soldaten und übergab diese der zuständigen Behörde. Mit Hilfe des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge (VDK) konnte aufgrund der Erkennungsmarke dieser als Angehöriger der ehemaligen Deutschen Wehrmacht identifiziert werden. Es handelte sich hierbei um den in Hochburg-Ach in Oberösterreich beheimateten 32-jährigen Obergefreiten Andreas Dicker, der seit 29. September 1942 in Stalingrad als vermisst galt. Eine daraufhin eingeleitete Suche nach heute noch lebenden Angehörigen in seinem Heimatort blieb vorerst erfolglos. Erst eine erweiterte Nachforschung durch das Österreichische Schwarze Kreuz führte zum Erfolg: Im salzburgischen Bürmoos fand sich der Enkel des seinerzeit vermissten Soldaten. Als Geste der Völkerversöhnung lud VDK-Präsident Reinhard Führer die russische Familie Schelestow und die Familie Andre und Brigitte Kirchhamer als nächste Angehörige des Obergefreiten Dicker zu einem Kennenlernen nach Berlin ein. Bewusst wurde hierbei der Zeitpunkt des Volkstrauertages, der 13. November 2011, gewählt. Beim russischen Kriegerdenkmal in Berlin und anschließend beim Empfang im Reichstag kam es zum gemeinsamen Händereichen. Andreas Dicker wurde mittlerweilen im deutschen Soldatenfriedhof in Rossoschka bei Wolgograd bestattet. Insgesamt 55 000 in der Schlacht um Stalingrad gefallene ehemalige Wehrmachtssoldaten haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden. Und der Kriegsgräberfürsorge in Deutschland und Österreich ist es wiederum gelungen das Schicksal eines Vermissten aufzuklären.

Im Bild: Die Familien Kirchhamer (li) und Schelestow im Berliner Reichstag

Alexander Barthou, GS


Ehrung von Mitarbeitern des VDK und Deutscher Dienststelle (WASt)
ÖSK Auszeichnung für laufende Unterstützung und Nachforschung

bild: oskBERLIN,12. November 2011: Die Teilnahme am Volkstrauertag in der Bundesrepublik Deutschland nahm eine hochrangige Delegation des Österreichischen Schwarzen Kreuzes unter Führung des Präsidenten und steiermärkischen Landtagsabgeordneten Peter Rieser zum Anlass, leitende Mitarbeiter des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge (VDK) und der Deutschen Dienststelle (WASt) sichtbar auszuzeichnen. Die Geehrten sind in ihren Behörden jeweils für die Fürsorge um die Grabstätten der Gefallenen der Weltkriege und für Nachforschungen nach Soldatenschicksalen verantwortlich.

Die Zusammenarbeit auf diesen Gebieten hilft dem ÖSK wesentlich bei der Erledigung von Anfragen um Gefallene oder Vermisste aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges und insbesondere auch bei der Kriegsgräberpflege in den ehemaligen Kampfgebieten des Ersten Weltkrieges. Für ihre stete Hilfsbereitschaft und verlässliche Unterstützung erhielten der Leiter der Deutschen Dienststelle (WASt) Hans-Hermann Söchtig und seine Mitarbeiter Wolfgang Remmers, Peter Dönigus und Olaf Jäger eine Auszeichnung. Ebenso wurden vom VDK die Herren Thomas Rey und Major Arne Schrader sichtbar geehrt.

Im Bild oben: Ehrung für die Angehörigen der Deutschen Dienststelle (WASt) - 2. vo.li. Gräberreferent Peter Dönigus, Amtsleiter Hans-Hermann Söchtig, 3. vo.re. Stv.-Amtsleiter Wolfgang Remmers

bild: osk

 

Im Bild: Ehrung für die Angehörigen des VDK von li. ÖSK Landesgeschäftsführer Ing. Otto Jaus, Präsident LAbg. Peter Rieser, Herr Olaf Jäger (WASt), Major Arne Schrader, Herr Thomas Rey, ÖSK Generalsekretär Alexander Barthou und VDK Generalsekretär Rainer Ruff   

 

 

Alexander Barthou, GS


ÖSK ehrt italienische Behördenvertreter - hohe Auszeichnung für Francesco Squarcina
und Guido Rosaro 

bild: oskWIEN, 12. November 2011: Zu Gast in den Räumlichkeiten des Österreichischen Schwarzen Kreuzes in der Wiener Wollzeile fanden sich hohe Beamte der autonomen Provinz Trentino ein. Aus der Hand des ÖSK Präsidenten und steiermärkischen Landtagsabgeordneten Ökonomierat Peter Rieser erhielten der Regierungsvertreter Dr. Francesco Squarcina und Herr Guido Rossaro das Goldene Ehrenkreuz des ÖSK. Damit wurden ihre langjährigen Verdienste um die Kriegsgräberfürsorge und Erhaltung der österreich-ungarischen Soldatenfriedhöfe in dieser oberitalienischen Provinz sichtbar gewürdigt. Mit dabei auch der für das ÖSK in Italien engagierte emerit. Vizehonorarkonsul Comendatore Mario Eichta, der die Verbindung zu den Behörden vor Ort aufrecht erhält und als Vermittler und Organisator für das Österreichische Schwarze Kreuz tätig ist. Die italienischen Gäste befanden sich auf Einladung des italienischen Botschafters Eugenio d’Auria in Wien und besuchten u.a. auch Mag. Markus Habsburg-Lothringen in der Kaiservila in Bad-Ischl.                                                                     

Die „ausgezeichneten“ Honoratioren aus Italien mit ÖSK-Vorständen - von li. Präsident Rieser, Ehepaare Rossaro und Dr. Squarcina, GenSekr Barthou, Com. Eichta und  Landesgeschäftsführer Jaus

Alexander Barthou, GS 


Hohe Ehrung für ÖSK Präsidenten und OÖ Landesgeschäftsführer
LAbg. Peter Rieser und Prof. Fritz Schuster mit italienischem Verdienstorden ausgezeichnet

bild: oskWIEN, 12. November 2011: Aus den Händen des italienischen Botschafters Eugenio d’Auria erhielt der Präsident des Österreichischen Schwarzen Kreuzes Landtagsabgeordneter ÖkRat Peter Rieser und der OÖ Landesgeschäftsführer Oberstleutnant Prof. Fritz Schuster das Goldene Ehrenzeichen des Verdienstordens der Italienischen Republik verliehen.

Die italienische Botschaft in Wien – das Palais Metternich – bot hierzu den festlichen Rahmen. Gewürdigt wurden damit die Leistungen der Geehrten, die sich seit Jahrzehnten um die Kriegsgräber der an der Südfront in den Jahren 1915 – 1918 gefallenen österreich-ungarischen Soldaten kümmern und durch zahllose Aktionen wie Jugendlager und Friedenstreffen das Andenken an diese Opfer hochhalten. Mit der Verleihung dieser Auszeichnung ist gleichzeitig das Führen des Titels „Cavaliere“ verbunden.   

  Im Bild links Präs Rieser, Mitte Botschafter d’Auria, rechts Obstlt Prof. Schuster

Alexander Barthou, GS


Erlebtes Gedenken an die Schlacht um Grodek (Ukraine)

bild: puntigamGRODEK (UKR), 9. September 2011: Eine 50-köpfige Reisegruppe aus der Steiermark unter Führung der Kuratoren des Österreichischen Schwarzen Kreuzes – Kriegsgräberfürsorge (ÖSK) Dr. Herwig Brandstätter und Dr. Gerhard Artl, darunter die Offiziere des Ruhestandes Brigadier Josef Puntigam und Oberst Wolfgang Wildberger, nahm vor dem Obelisken zur Erinnerung an die Schlacht von Grodek am Soldatenfriedhof Nr. 7 in Kiernica Aufstellung.

Im Bild rechts: Das Traditionskorps vom I.R. 27 „König der Belgier“ vor dem Obelisken bei Grodek (UKR)

Gemeinsam mit dem österreichischen Verteidigungsattache Oberst Josef Hölzl und weiterer Offizieller gedachten sie in einer bewegenden Feier der Opfer dieser Kämpfe im Ersten Weltkrieg. Es war im Herbst 1914, als hier in der Abwehrschlacht um Lemberg das Grazer Hausregiment, das k.u.k. Infanterieregiment Nr. 27 „König der Belgier“, gegen die anstürmenden Russen an vorderster Front kämpfte und hohe Verluste zu verzeichnen hatte.

Erinnerungen an diese Kämpfer und an die österreichische Vergangenheit im ehemaligen Kronland Galizien bilden heute noch die Soldatenfriedhöfe, die Zeugnis von den kriegerischen Ereignissen wiedergeben. Für die Reisenden in die damalige Zeit ein berührendes Erlebnis, und ein Gedenken an die Väter, Groß- und Urgroßväter, die in den Reihen der öst.-ung. Armee ihr Leben eingesetzt haben. Diesen Verteidigern des damals größeren Vaterlandes wurde in Grodek auf Initiative von Dr. Herwig Brandstätter ein besonderes Grabmal gewidmet. Auf deutsch, ukrainisch, ungarisch und englisch ist folgende Inschrift zu lesen: „Das Österreichische Schwarze Kreuz hat dieses Grabmal im Jahre 2009 im Gedenken an alle bei der Schlacht bei Grodek vom 8.-11. September 1914 gefallene Soldaten als Mahnung für Frieden und Völkerverständigung in einem gemeinsamen Europa errichtet“.

Alexander Barthou


Auf dem Gipfel herrscht Ruh
Gedenkfeier zum Kampf um den Monte Grappa im Ersten Weltkrieg

BASSANO del Grappa, 7. August 2011: Der Monte Grappa, ein hochaufragendes Massiv im Tal der Brenta/ Val Sugana, bildet jährlich in der ersten Augustwoche die Erinnerung an eine heißumkämpfte Periode in den letzten Monaten des Ersten Weltkrieges. Nicht ohne Grund haben die Italiener am Gipfel eine gewaltige Anlage zur Erinnerung an diese Kämpfe errichtet, wobei die Fahnen von Italien und Österreich einen beherrschenden Blickpunkt darstellen. In der letzten Offensive der öst.- ung. Armee im Juni 1918 bildete der Monte Grappa einen Eckpfeiler der Tiroler Front und damit die Schlüsselstellung zum Durchstoß in die Po-Ebene. Öst.- ung. Kaiserschützen, Hessen, Rainer und Feldjäger sowie ungarische Honveds lieferten sich mit den italienischen Alpini-Regimentern erbitterte Kämpfe um jeden Handbreit Boden. Unter großen Opfern auf beiden Seiten wogte Sieg und Niederlage um diesen Berg. An einem einzigen Tag verzeichneten die k.u.k. Truppen 6.000 Mann an Verlusten. Letztendlich ist den Österreichern der Sieg verwehrt geblieben, die Italiener konnten die Stellungen auf dem Monte Grappa behaupten. Aber um welchen Preis: Auf dem Heldenfriedhof am Mt. Grappa ruhen 12.615 italienische und 10.295 österr. ung. Soldaten.
Tausende Besucher fanden sich wiederum zur heurigen Gedenkfeier ein, um der gefallenen Soldaten zu gedenken und an ihren Opfermut zu erinnern. Dabei wurde eine „Fackel des Nichtvergessens“ angezündet und Blumen bei der Statue der Madonna des Monte Grappa niedergelegt. Die Trachtenmusikkapelle aus Rauris und der Edelweißchor der Alpini stellten neben dem Blasorchester der Venezianischen Philharmonie die festliche musikalische Umrahmung sicher. Neben Politikern aus der Provinz Trento und einer großen Bürgermeisterabordnung aus der Region nahm erstmals auch eine ungarische Delegation mit Verteidigungsminister Dr. Csaba Hende – sein Großvater stand bei den Kämpfen am Grappammassiv an vorderster Front – am Festakt teil. Die Österreicher waren mit einer Abordnung des Schwarzen Kreuzes – Kriegsgräberfürsorge, dem ÖKB Rauris und Traditionsverbänden aus der Steiermark vertreten. In ihren Ansprachen betonten die Festredner, darunter auch der Bürgermeister von Rauris, die Notwendigkeit und Bedeutung dieser Gedenkfeiern als Beitrag für Frieden und Freiheit im gemeinsamen Europa.

                                                                                              Generalsekretär Alexander Barthou

bild: barthou Am Monte Grappa im Nebel: mittig der Bgm. von Rauris Robert Reiter,
re. Bgdr. i.R. Raimund Gumpold, li. Commendatore Mario Eichta, rechts außen ÖSK Kurator Bgdr i.R. Dr. Hans Kaser

„Arbeit für den Frieden“ 
Freiwilliger Einsatz von deutschen und österreichischen Soldaten am Wiener Zentralfriedhof

WIEN, 2. August 2011: Zu einem freiwilligen Arbeitseinsatz auf dem Gräberfeld der Kriegstoten am Wiener Zentralfriedhof trafen sich deutsche und österreichische Soldaten. Vom 25. Juli bis 3. August 2011 leisteten junge Offiziere und Fähnriche der Deutschen Bundeswehr gemeinsam mit Rekruten aus dem Bereich des Militärkommandos Wien intensive Gräberarbeit. Nebenbei wurden auch Schicksale einzelner Soldaten aus der Vergangenheit hervorgeholt und ihrer gedacht. Koordiniert wurden die Arbeiten von Ing. Otto Jaus vom Österreichischen Schwarzen Kreuz – Kriegsgräberfürsorge (ÖSK). Das deutsche Team, darunter zwei Frauen, stand unter Führung von Hauptmann Sascha Marke aus Neubiberg. Das Garderegiment stellte vier Rekruten seiner 3. Kompanie. Mit einer feierlichen Kranzniederlegung und einem Totengedenken in Anwesenheit des deutschen Verteidigungsattaches ObstltiG Jan Timmering und Oberst Reinhardt Wassertheurer vom Militärkommando Wien endete der Einsatz.
Das ÖSK bedankte sich für die länderübergreifende Friedensarbeit der Soldaten und überreichte Urkunden als Dank. Der Einsatz soll im nächsten Jahr als humanitäre Aufgabe zur Erhaltung der Kriegsgräber seine Fortsetzung finden. 

Generalsekretär Alexander Barthou

bild: dt. bundesweh Dank an Frau Leutnant Juliane Gramm (Deutsche Bundeswehr)
bild: dt. bundeswehr Dank an die freiwilligen Helfer: Oberst i.R. Barthou, Oberst Wassertheurer, Hptm Marke (Deutsche Bundeswehr)

Millionen Namen – Millionen Schicksale
Arbeitsbesuch des wpol Vereines ÖSK bei der WASt in Berlin

bild: jausBERLIN, 20. Juli 2011: Einen Arbeitsbesuch bei der Berliner WASt (Deutsche Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen Deutschen Wehrmacht)  stattete eine Delegation des wehrpolitischen Vereines ÖSK (Österr. Schwarzes Kreuz – Kriegsgräberfürsorge) mit Präsident Landtagsabgeordneten Peter Rieser, Generalsekretär Oberst i.R. Alexander Barthou und dem Landesgeschäftsführer für Wien, NÖ und Bgld Ing. Otto Jaus am 20.Juli in Berlin ab.

Im Bild: Präs. LAbg. Peter Rieser (li.) und GS Alexander Barthou (re.) in der WASt

Nach einem Kurzvortrag über den Ablauf von Nachforschungen führte der stellvertretende Leiter der WASt Diplompolitologe Wolfgang Remmers und sein Personalchef Olaf Jäger durch den an das Wiener Arsenal erinnernden Bau am Eichborndamm in Berlin-Reinickendorf. Insgesamt 18.000.000 Namen befinden sich dort in der Zentralkartei, darunter 5.000.000 Personalunterlagen (Wehrstammbücher) des Heeres und der Luftwaffe sowie eigene Marinestammrollen. 900.000 Grabmeldungen über Gefallene des I. Weltkrieges, darunter 12.000 Namen von jüdischen Gefallenen sowie Angaben über Millionen Kriegsgefangene. Beinahe lückenlos läst sich daher jedes Soldatenschicksal verfolgen, was bis heute noch immer zu unzähligen Anfragen führt. In den letzten drei Jahren waren dies alleine 780.000 Kontaktaufnahmen! Auch das ÖSK ist in seinen Nachforschungen an dieses Archiv angewiesen – die guten Kontakte bilden daher die Basis zu unkomplizierten Erledigungen. Den österreichischen Besuchern wurde ein Soldatenschicksal plakativ vorgeführt. Es zeigte anhand der Aktenlage den Weg und die Laufbahn des öst. ung. Korvettenkapitäns Abele, der zuerst  Offizier in der k.u.k. Marine und in Folge als Kapitän der Deutschen Kriegsmarine angehört hatte. Der gesamte Schriftverkehr, Lebenslauf und die Zugehörigkeit zu diversen Organisationen sowie die Kriegsgefangenschaft konnte lückenlos nachvollzogen werden. Ein typisches Schicksal aus dem 20.Jahrhundert in Mitteleuropa. Ein Beispiel unter vielen, wo den Angehörigen letzte Gewissheit gegeben werden konnte. Nach der Besichtigung der Entschlüsselung der Erkennungsmarken verabschiedete der stv. Leiter die Österreicher mit der Feststellung, „Die Arbeit ist noch lange nicht abgeschlossen“.                                                                                             

Generalsekretär Alexander Barthou, Oberst i.R.

LAbg. ÖkR Peter Rieser neuer Präsident des ÖSK

Unter Teilnahme hoher und höchster Repräsentanten aus dem Diplomatischen Korps, von Behördenleitern und den Delegierten aus ganz Österreich  fand die jährliche Kuratoriumssitzung (Generalversammlung) des Österreichischen Schwarzen Kreuzes-Kriegsgräberfürsorge im Raiffeisen-Forum in Wien statt. Generalanwalt Christian Konrad monierte gleich zur Begrüßung die Gemeinsamkeiten der beiden Institutionen: Die traditionelle Sicherheit für die Kunden als oberstes Gebot von Raiffeisen, und dem gegenüber das Leitmotiv des ÖSK „Arbeit für den Frieden“. Zwei Begriffe, die sich sinnvoll ergänzen. Zuvor war auch die Neuwahl des Präsidiums des ÖSK erfolgt. Präsident Dr. Heinrich Schöll benützte dabei die Gelegenheit, auf seine 5-jährige Arbeit als oberster Repräsentant des Schwarzen Kreuzes Bilanz zu ziehen und dankte dabei in bewegten Worten allen Mitarbeitern, Kuratoren und Unterstützern. Insgesamt betreut das ÖSK in Österreich 924 Soldatenfriedhöfe mit ca. 263.000 Bestatteten und in den ehemaligen Kronländern der Monarchie weitere 103 Friedhöfe mit ca. 234.000 toten Soldaten. Mit den Worten „Alles Gute für die zukünftige Arbeit“ übergab Dr. Schöll die Präsidentschaft an seinen Nachfolger Landtagsabgeordneten ÖR Peter Rieser.
In ihren Grußbotschaften kamen der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland Hans Henning Blomeyer-Bartenstein und der Gesandte von Italien Sergio Pagano einstimmig zum Resümee, dass die grenzüberschreitende Tätigkeit des ÖSK Teil einer gemeinsamen Friedensarbeit, und daher unverzichtbar sei. Ähnlich argumentierten die Vertreter des Außen-und Verteidigungsministeriums, Gesandte Elisabeth Ellison-Kramer und Generalmajor Karl Wendy, die auch weiterhin die Unterstützung ihrer Ministerien zur Kriegsgräberfürsorge zusagten. Auch Reinhard Führer, der Präsident des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge (VDK) und der Präsident des Österreichischen Kameradschaftsbundes (ÖKB) Bundesrat Ludwig Bieringer unterstrichen die vorbildliche Zusammenarbeit beider Organisationen.
Bei der Verleihung von Auszeichnungen an verdiente Unterstützer waren es vor allem die Dankesworte des Ing. Erich Herzl, der für die Unterstützung des ÖSK zur Errichtung eines Denkmales für die nach Riga deportierten und dort ermordeten Wiener Juden ein berührendes „Danke“ sagte.
Die Schlussworte fand der neue Präsident Peter Rieser. Er zeichnete darin den Weg vor, den er mit seinem Team beschreiten wird. U.a. auch durch die gezielte Einbindung von Jugendlichen in die Friedens-und Erinnerungsarbeit des ÖSK bei der Auswertung der Briefe von gefallenen Soldaten aus der Zeit der Weltkriege. „Sternenbriefe“ nannte er dieses Projekt, das er gemeinsam mit dem Ludwig Boltzmann Institut in Graz umsetzen will. 
Die Gardemusik Wien untermalte musikalisch diesen Festakt, der im Raiffeisenforum seinen kulinarischen Ausklang fand.   

  Alexander Barthou, Oberst i.R., Generalsekretär des ÖSK

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Präsidium - vorne sitzend von links: Vizepräs. Dr. Heinz Derfler, Vizepräs. NRAbg. i. R. Walter Murauer, Vizepräs. Univ. Prof. Dr. Stefan Karner, Präsident LAbg. Peter Rieser, Ehrenpräs. Dr. Heinrich Schöll, Ehrenvizepräs. Oberst i. R. Wilhelm Franz Schasché; stehend von links: WHR Mag. Dr. Helmuth Kreuzwirth, LGF von Salzburg Oberst i. R. Adolf Hoheneder, LGF von Steiermark Oberst i. R. Dieter Allesch, Generalsekretär Oberst i. R. Alexander Barthou, Bundeskassier Frieda Mayer, Bundeskassier-Stv. FOI i. R. Josef Klampfl, LGF von Kärnten Generalmajor i. R. Mag. Gerd Ebner, LGF von Tirol Hermann Hotter, Generalsekretär-Stv. WHR Dr. Gerhard Artl, LGF von Oberösterreich Bgm. Oberstleutnant Friedrich Schuster, LGF von Vorarlberg Oberst Professor Erwin Fitz, LGF von Wien, Niederösterreich und Burgenland Ing. Otto Jaus, Präsident des Südtiroler Schwarzen Kreuzes Hans Duffek, Generalsekretär-Stv. WHR Mag. Dr. Walter Strnad; nicht im Bild: Prof. Dieter Winkler

4.8.2011
ÖSK gedenkt der Kriegstoten in der Oststeiermark

bild: barthouEine Kriegsgräberfahrt zu Soldatenfriedhöfen in der Oststeiermark unter der Leitung von FOI i. R. Josef Klampfl stand kürzlich auf dem Programm des Generalsekretariats. Mit dabei auch die Landesgeschäftsstelle  Steiermark mit ihrem neuen Geschäftsführer Oberst i. R. Dieter Allesch. So standen Gedenken und Kranzniederlegungen in Hartberg und Vorau für die Opfer aus beiden Weltkriegen im Vordergrund der Reise. Besonders berührend gestaltete sich dabei das Gedenken an die Gefallenen aus den Gefechten in den letzten Kriegstagen im April 1945 am Friedhof in Vorau im Wechselgebiet. Der örtliche Kameradschaftsbund untermalte musikalisch stimmig diese Gedenkminuten.

Im Bild aud dem Kriegerfriedhof in Hartberg – von links: ÖSK Vizepräs. Dr. Heinz Derfler, emerit. Präs. Dr. Heinrich Schöll, FOI i. R. Josef Klampfl, LGF Oberst i. R. Dieter Allesch, stv. GenSekr Dr. Gerhard Artl, Maria Heinisch, Prof. Dieter Winkler, Ingrid Schröder


Auf der Vorauer Schwaig wurde jener jungen Wehrmachtssoldaten gedacht, die hier in enger Nachbarschaft von unweit bestatteten gleichaltrigen russischen Soldaten zur ewigen Ruhe gebettet wurden.
Die Reise war auch von kulturellen Aspekten geprägt und führte zum Stift Vorau, das ebenfalls von den Kriegswirren nicht verschont geblieben war. Heute präsentiert sich das von Augustiner Chorherren bewirtschaftete Stift wieder in seiner einstigen Blüte und Größe als kulturelles und wirtschaftliches Vorzeigeprojekt. bild: barthouEin Besuch im Schloss Herberstein rundete den Kultur-Teil ab. Eine Reise, die Vergangenheit und Gegenwart im Sinne des Leitbildes „Arbeit für den Frieden“ verbunden hat.             
Alexander Barthou, Oberst i.R. 

 
Schloss Herberstein: Präsident LAbg ÖR Peter Rieser übergibt einen Blumenstrauß an die Geschäftsführerin Doris Wolkner-Steinberger